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Italienisches Bauernhaus
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Dr. Schaefer setzt seine Unterschrift unter den Vertrag
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Für die Kulturstiftung zeichnet Dr. Weiß das Abkommen
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Mit einem Handschlag wird die Übereinkunft besiegelt
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Medieninformation vom 16. September 2014

Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages zwischen der Christa Verhein Stiftung und der Kulturstiftung DessauWörlitz

Italienisches Bauernhaus in Wörlitz kann instandgesetzt werden

Das Italienische (auch Piemonteser genannte) Bauernhaus in den Wörlitzer Anlagen wird dank einer großzügigen Zuwendung instandgesetzt und ausgestattet. Möglich wird die Sanierung mit finanzieller Unterstützung der Christa Verhein Stiftung in Höhe von 250.000 €. Ergänzt wird die Finanzierung mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.


Um dieses großartige Engagement für das Gartenreich Dessau-Wörlitz zu besiegeln, wurde heute der Zuwendungsvertrag von Dr. Jens-Peter Schaefer, Vorstand der Christa Verhein Stiftung, und Dr. Thomas Weiß, Vorstand und Direktor der Kulturstiftung DessauWörlitz, unterzeichnet.

Die Christa Verhein Stiftung ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Kelkheim (Taunus). Sie hat sich im Sinne der in Dessau geborenen und im vergangenen Jahr in Kronberg verstorbenen Stifterin die Förderung von Kultur, Bildung und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland zum Ziel gesetzt und sich u. a. für dieses Sanierungsprojekt in den Wörlitzer Anlagen entschieden.

Das Piemonteser Bauernhaus


Das Piemonteser Bauernhaus ist in den Jahren 1792/93 von dem Baudirektor des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817) Georg Christoph Hesekiel (1732–1818) am Ufer des Großen Walllochs auf einem Hügel errichtet worden. Erstmals wurde das Gartenhaus von August Rode (1751–1837) in der Beschreibung des Englischen Gartens zu Wörlitz von 1798 als „Wachhaus am Holzhofe nach Piemonteser Bauart” erwähnt.

Der Legende nach ließ es es Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar (1757 –1828) als Geschenk für den Fürsten Franz bauen. Der Großherzog hielt sich gemeinsam mit Goethe häufig in Wörlitz und Dessau auf und hat hier so manche Anregung zur Verschönerung seines eigenen Landes empfangen.

Der geputzte Rechteckbau mit Satteldach über wuchtigem Unterbau aus Findlingssteinen hat eine Grundfläche von 6,60 x 9,00 Meter. Mit dem Souterrain, einem Haupt- und einem Obergeschoss sowie dem Dachboden bot es von jeher ausreichend Wohn- und Nutzflächen. Vermutlich schon ab dem 19. Jahrhundert wurde es daher bis zum Jahr 2010 dauerhaft bewohnt.


Zukünftige Nutzung und Sanierungsmaßnahmen


Ziel der Sanierungsarbeiten ist es, dieses Baudenkmal zukünftig als Ferienwohnung zu nutzen und den Besuchern des Gartenreiches erholsame Tage inmitten von Natur und Kultur zu ermöglichen. Dies steht im Einklang mit dem Ziel der Stiftungsphilosophie, restaurierte historische Gebäude einer sinnvollen, denkmalgerechten und dem 21. Jahrhundert angemessenen Nutzung zuzuführen.

Mit einem Wohnraum, einer Wohnküche und einem Badezimmer im Erdgeschoss sowie zwei Schlafräumen und einem WC im Obergeschoss ist die Übernachtung von zwei bis sechs Personen möglich. Bis die ersten Gäste im Jahr 2016 das Piemonteser Bauernhaus mieten können, muss eine Vielzahl von Instandsetzungsmaßnahmen umgesetzt werden.

So werden von der Fassade die Putze stark geschädigter Bereiche, vor allem am Gebäudesockel, abgenommen, teilweise erneuert und komplett mit einem neuen Anstrich nach historischen Befunden versehen. Fenster und Türen werden überabeitet, der Dachstuhl nach Bedarf repariert und die Dacheindeckung erneuert .

Die Pläne für die Innenräume sehen vor, möglichst viele bauzeitliche Elemente zu sichern bzw. wieder herzustellen und gleichzeitig ein modernes, der heutigen Zeit angemessenes Wohnen zu ermöglichen. Es müssen von den Wänden Tapetenschichten entfernt, darunterliegende Farbbefunde gesichert und neue Farbfassungen aufgebracht werden. Die Farben sollen sich an den möglichen bauzeitlichen Befunden orientieren. Für ein behagliches Wohngefühl werden die dann freigelegten Dielenböden und ein Kaminofen im Wohnraum sorgen, der ebenfalls wieder errichtet werden soll. Neben der Modernisierung von Heizungs- und Elektroinstallationen stehen auch die Neueinrichtung eines Badezimmers im Erdgeschoss und der Einbau eines zusätzlichen WCs im Obergeschoss auf der Agenda. Zu mehr Licht und wunderschönen Aussichten zum See verhilft der Rückbau von Wandverkleidungen, die derzeit drei Fenster des Hauses von innen verdecken. Nach Abschluss aller Arbeiten wird das Haus mit Mobiliar ausgestattet und um liebevolle Details ergänzt.

Selbstverständlich wird ein Hinweisschild am Haus die zukünftigen Nutzer an die großzügige Geste der Christa Verhein Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Erhalt dieses kulturellen Erbes erinnern.
 

 
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